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Interzeptive Behandlung

Ziel ist es, eine ungünstige Entwicklung frühzeitig zu unterbrechen und die weitere Entwicklung von Zähnen und Kiefer günstig zu beeinflussen.
Mutter und Kind beim Beratungsgespräch in der Zahnarztpraxis

Ungünstige Entwicklung früh unterbrechen

Interzeptive Behandlung in Bonn

Eine interzeptive kieferorthopädische Behandlung setzt früh an, wenn sich eine ausgeprägte Fehlentwicklung bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss abzeichnet. Ziel ist nicht die vollständige Zahnkorrektur, sondern ein klar begrenztes Problem rechtzeitig zu entschärfen und günstigere Voraussetzungen für die weitere Entwicklung zu schaffen.

Behandlungsbedarf kann beispielsweise bei einem ausgeprägten Kreuzbiss, offenem Biss, deutlich vorstehenden oberen Schneidezähnen, Platzverlust nach frühem Milchzahnverlust oder bei schädigenden Gewohnheiten bestehen. Auch eine funktionell bedingte Verschiebung des Unterkiefers kann ein Grund sein, frühzeitig einzugreifen. Nicht jede Auffälligkeit muss jedoch sofort behandelt werden. Entscheidend ist, ob durch eine frühe Maßnahme eine ungünstige Entwicklung sinnvoll beeinflusst werden kann. Andernfalls beobachten wir die weitere Entwicklung zunächst.

In der Kieferortho­pädie am KAP prüfen wir Zahnwechsel, Wachstum, Bisslage, Mundfunktion und mögliche Ursachen. Wenn eine frühe Maßnahme sinnvoll ist, wählen wir ein möglichst überschaubares Vorgehen und erklären Eltern und Kind das konkrete Ziel. Eine spätere reguläre Behandlung kann dennoch notwendig werden.

Rechtzeitig und zurückhaltend handeln

So planen wir die frühe Behandlung

Auffälligkeit einordnen

Wir unterscheiden zwischen kontrollbedürftiger Entwicklung und einem Befund, der frühes Eingreifen erfordert.

Gezielt behandeln

Je nach Befund kann eine zeitlich begrenzte kieferorthopädische Apparatur, das Abgewöhnen einer schädigenden Gewohnheit oder eine andere gezielte Maßnahme sinnvoll sein.

Weiter beobachten

Nach Abschluss kontrollieren wir Zahnwechsel und Wachstum und planen spätere Schritte nur bei Bedarf.

Häufige Fragen zur interzeptiven Behandlung

In welchem Alter beginnt eine Frühbehandlung?

Das richtet sich nach dem Befund, nicht nach einem festen Alter. Manche ausgeprägten Fehlstellungen können bereits im Milch- oder frühen Wechselgebiss behandelt werden.

Verhindert die Frühbehandlung jede spätere Zahnspange?

Nein. Sie verfolgt ein begrenztes Ziel und kann die Ausgangslage verbessern. Eine spätere Korrektur der bleibenden Zähne kann trotzdem erforderlich sein.

Welche Gewohnheiten können eine Rolle spielen?

Langes Daumenlutschen, ein auffälliges Schluckmuster oder dauerhafte Mundatmung können die Entwicklung beeinflussen. Bei Bedarf beziehen wir weitere Fachrichtungen ein.